Friederich Hölderlin
* 20.3.1770 Lauffen am Neckar
† 7.6.1843 Tübingen
Als Sohn eines Klosterpflegers und einer Pastorentochter war Hölderlin zum Theologen bestimmt. Von 1788 bis
1793 studierte er Theologie in Tübingen. Dort lernt er Hegel und Schelling kennen. Nach dem Studium wird er
ab 1796 Hauslehrer bei dem Frankfurter Bankier Gontard.
Für dessen Gattin Susette empfindet Hölderlin tiefe Liebe. Sie ist seine "Diotima" aus dem Hyperion. Nach knapp
zwei Jahren muß Hölderlin Ende September 1978 das Haus Gontard deswegen verlassen. Wenige Tage später trifft er
sich heimlich mit Susette und sie vereinbaren einen geheimen Briefwechsel. Hölderlin nimmt mehrere Stellungen
als Hauslehrer an - aber es gelingt ihm nicht, sein Leben zu meistern. Im May 1800 trennen Susette und er
sich endgültig.
Mitte 1802 kehrt er zerrüttet nach Hause zurück. Dort erfährt er, daß Susette am 22. Juni gestorben ist - Hölderlin
kommt in ärztliche Behandlung. Seine Anfälle von Wut und Erregung mildert man mit Versen Homers.
Bis 1804 wohnt er so bei seiner Mutter. Anschließend wird er Hofbibliothekar in Homburg. 1805 wird er wegen Hochverrats
angeklagt, kommt aber 1806 wegen Geisteskrankheit ins Tübinger Autenriethsche Klinikum. Nach erfolglosen Therapieversuchen
wird er dort wieder entlassen und dem Tübinger Tischlermeister Zimmer zur Pflege übergeben. Dort verbringt er den
Rest seines Lebens im sogenannten Hölderlinturm.