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Knut Hamsun

* 4.8.1859 Lom im Gudbrandsdal
† 19.2.1952 Nörholm (Südnorwegen)

Der Norweger Knut Hamsun, sein eigentlicher Name war Knut Pederson, führte von seiner Jugend an ein unstetiges Leben. Als Sohn eines Schneiders war er mal Kaufmanns-Gehilfe, mal Schaffner, mal Kontorist, mal Hilflehrer oder Sekretär.

Er war ein immer reisender, Freigeist, ein Einzelgänger, der bis zum Lebensende nicht wirklich seßhaft wurde. Seine Reisen führten ihn nach Paris, Rußland, in die Türkei und zweimal nach Amerika. Das moderne Amerika war Hamsun von Grund auf unsymphatisch - "sie haben das Leben zum Entgleisen gebracht".

1920 erhielt er den Literaturnobelpreis für den Roman "Segen der Erde" (1917), in dem er seiner anti-zivilisatorischen Haltung durch einen Lobgesang auf den einfachen Bauern Ausdruck verlieh. Thomas Mann sagte, der Preis sei nie auf einen würdigeren gefallen.

Zum Verhängnis seines Lebens wurde, daß er im Deutschland Hitlers den rettenden Gegenpol zur zivilisatorischen Unruhe gesehen hatte. 1945 wurde er verhaftet, zuerst in eine psychiatrische Klinik gebracht und schließlich wegen Landesverrates zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, die seinen wirtschaftlicher Ruin bedeutete.

Zufällig fiel mir der Roman "Victoria. Die Geschichte einer Liebe" in die Hand, den ich - von seiner Romantik berauscht - wie im Fluge las. Victoria ist die Tochter einer wohlhabenen Mannes. Johannes, der Sohn eines Müllers und Schriftsteller, liebt Victoria. Innerhalb des Romans geben einige Seiten wieder, was jener Johannes schreib. Diese Teile habe ich hier übernommen und mich selbst um einen möglichst passenden Titel für die ausgewählten Stücke bemüht.

Victoria. Die Geschichte einer Liebe.